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FLORA - von Blüten, Blättern, Palmen und Früchten | Brigitte Stenzel, Christian Rothmann, Ernst Heckelmann, Max Moritz Prüfer, Vera Mercer

  • Brigitte Stenzel_Non Plus Ultra I_2023_100 x 70 cm_Foto: Florian Huth | © Brigitte Stenzel_Non Plus Ultra I_2023_100 x 70 cm_Foto: Florian Huth
    ©Brigitte Stenzel_Non Plus Ultra I_2023_100 x 70 cm_Foto: Florian Huth

FLORA ist die Göttin der Blüte die Namensgeberin für unterschiedliche künstlerische Positionen, die sich mit der Pflanzenwelt auseinandersetzen und von ihr erzählen. Blumen und deren Blüten prägen seit Jahrhunderten die Kunstgeschichte und symbolisieren als Bildmotive Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod. Mit ausgewählten Beispielen aus Fotografie, Malerei und Konzeptkunst werden Ausschnitte aus der Natur gezeigt: sorgfältig komponierte und inszenierte fotografische Momente stehen neben Stillleben in altmeisterlich gemalter Manier ebenso wie neben spontan gesetzter gestischer Malerei. Handbestäubte in Honig eingelegte Blüten sind Zeitzeugen der Umweltzerstörung unserer Tage.

 

 

Christian Rothmanns überbordende sinnliche und farbgewaltige Blumenstillleben ziehen uns in ihren Bann und unterstreichen seinen Titel als „Vollblutmaler, der mit dem Pinsel singt und rührt und schmeckt.“ Christoph Tannert

Mit dickem Pinsel und expressiver Geste setzt Ernst Heckelmann seine grünen Palmen ins Bild, zwischen Kalligrafie und Action-Painting changierend. Die Palme steht in der Kunstgeschichte ikonografisch für Frieden und Fruchtbarkeit. Sie verkörpert wie keine andere Pflanzenart die Sehnsucht nach Exotik und Ferne.

Vera Mercer setzt in einer neuen Serie Blumen in ihrer einzigartigen Schönheit zwischen Werden und Vergehen als Platinum Prints in Szene. Das Kerzenlicht, mit dem sie ihre Kompositionen beleuchtet, verstärkt die besondere, zeitlose At-mosphäre der kleinen Preziosen.

In altmeisterlicher Malerei präsentiert Brigitte Stenzel in ihrem Stillleben-Triptychon verschimmelnde Zitronen in einem Glassturz, unter denen ein menschlicher Schädel arrangiert ist. Ihre Arbeiten thematisieren Verfall und Tod, Gier und Maßlosigkeit.

Der Konzeptkünstler Maximilian Prüfer untersucht die Folgen der Umweltzerstörung für die chinesische Landwirtschaft, wo die Bestäubung von Obstbäumen, aufgrund eines durch erhöhten Pestizideinsatzes verursachten Insektensterbens, durch Menschenhand zu erfolgen hat. Seine Arbeit „Honig-Blüte“ legt hiervon Zeugnis ab, erschreckend und schön zugleich.

 

Die Ausstellung wird von der Franz Schmid Stiftung Marktoberdorf finanziert. Für die finanzielle Unterstützung der „FLOWER POWER - PAPIERWERKSTATT“ für Kinder und Jugendliche danken wir der Sparkasse Allgäu und der VR Bank Augsburg-Ostallgäu.

 

 

Datum:
01. März 2024
Zeit:
15:00 - 18:00 Uhr
Veranstalter:
Künstlerhaus Marktoberdorf
Ort:
Künstlerhaus Marktoberdorf
Adresse:

Kemptener Straße 5

87616 Marktoberdorf

Eintritt:
5 Euro