Ausstellungen Aktuell

 
   
15.02.2020
DER DÜSTERE TAG – NAUDERER. PAULUS. SWANN.

15.02.2020 bis 06.09.2020

Im digitalen Zeitalter von Selfies, Instagram und Facebook, in dem die
narzisstische Selbstdarstellung ständig voranschreitet und die Inszenierung
des vorgestellten Ichs unser Handeln bestimmt, beschäftigen sich die drei
hier ausgestellten Künstler umso mehr mit der Frage nach der wahren
Identität des Menschen. Das Gesicht hinter der Maske ist zentraler
Ausgangspunkt vieler Arbeiten in der Ausstellung, alles dreht sich um
die Begegnung mit dem Inneren ebenso wie die Begegnung mit dem Anderen.

Dass die „Maske“ aktuell in unserem öffentlichen Alltag zur erschreckenden
Normalität geworden ist, konnten wir zum Zeitpunkt der Ausstellungskonzeption nicht erahnen!

Die schwarze Gesichtsmaske mit überdimensionierten Mäuseohren à la Micky Maus hat Herbert Nauderer sich seit langem als künstlerischen Motiv angeeignet. Er entführt uns mit seiner Kunstfigur des „Mausmann“ in eine unheimliche Welt, in der die Verfremdung durch die Maske zum Sinnbild der Einsamkeit und Entfremdung wird.

Gesicht, Figur und Maske sind auch Themen von Martin Paulus. Seine Masken sind allerdings weder zur Verkleidung noch Verfremdung von Gesichtern da, vielmehr sind es spontan-spielerische künstlerische Setzungen. In der Wandinstallation „Köpfe, Gesichter, Masken“ benutzt Martin Paulus Alltagsgegenstände wie Tortenplatten, Staubsaugerdüsen, Haarsiebe oder Schuhspanner als eine Art Baukastensystem, um diese zu transformieren.

Duncan Swann schreibt seine Abschlussarbeit am Royal College of Art in London über die Rolle der Maske in der Kunst- und Gegenwartskultur – so wird das Thema auch in seinen Gemälden zur geistigen Grundlage. Sowohl in seinen gemalten Porträts als auch in seinen Skulpturen wird das Gesicht zu einem seiner Hauptthemen. Einerseits als Nachweis und Bedingung für die Einzigartigkeit, wird diese gleichzeitig immer in Frage gestellt, so übermalt und verfremdet Swann seine Gesichter - mal werden sie mit ominösen Wolkenformationen versehen oder von Vögeln verdeckt,
die als „innere Stimmen“ in der Serie „Inner Voices“ fungieren.

In der Ausstellung wird auch der Kurzfilm „Parasite Island“ gezeigt, den Herbert Nauderer mit Josef Bierbichler und Sibylle Canonica als Schauspieler*innen drehte.

Die Ausstellung DER DÜSTERE TAG – NAUDERER. PAULUS. SWANN.
wird von der Franz Schmid Stiftung Marktoberdorf finanziert.
  mehr...


WILLKOMMEN ZURÜCK! "DER DÜSTERE TAG – NAUDERER. PAULUS. SWANN." wird bis 6. September verlängert
mehr...