26. März bis 07. Juni 2015

BERND ZIMMER | Kristallwelt

 
   
Bernd Zimmer ist kein Landschaftsmaler im traditionellen Sinne.
Er stellt nicht dar und bildet nicht ab. Sein Werk handelt von der sich im stetigen Fluss verändernden Natur, von Farbe, Luft und Licht, von fließendem Wasser und den unermesslichen Weiten des Kosmos. Malen bedeutet für Zimmer Reflexion über das in der Natur Gesehene und Erlebte. Seine Bilder entstehen im Atelier, die Motive entspringen der Erinnerung. Dabei kommt dem Schaffensprozess ein großer Stellenwert zu. Bernd Zimmer malt auf dem Boden, er steht und läuft auf seinen Bildern, lässt die Farbe von oben herab auf die liegenden Malgründe fließen und verteilt sie mit impulsiven, breiten Pinselstrichen. Von der Natur ausgehend gelangt Zimmer zu freier Malerei, schafft Eigenständiges und Neues: „Ich liebe die Natur, auch in ihrer äußeren Form der Landschaft. Sie gibt mir den Anlass zu Malen: nicht sentimental und gefühlsbetont, sondern es ist ein reflektierender Prozess. Bei der Suche in der Natur finde ich Formen, die Form der Natur, die ich meinen Bildern geben will. Während der Arbeit am Bild, während des Malens, verändert sich diese Form, wird zur eigenen Natur, wird zum eigenständigen Bild. Zur erfundenen Natur. Meinem Bild von der Natur, aber auch gleichzeitig zu meinem Bild von der Malerei.“ (Bernd Zimmer in einem Gespräch mit Walter Grasskamp)

Bernd Zimmer ging 1980 als Neuer Wilder in die Kunstgeschichte ein. Buchstäblich über Nacht erreichten er und die anderen sogenannten Moritzboys Rainer Fetting, Helmut Middendorf und Salomé mit der Ausstellung „Heftige Malerei“, die in der Berliner Kunstvilla Haus am Waldsee stattfand, den internationalen Durchbruch. Gemeinsam stellten sie die damalige Kunstwelt auf den Kopf, schufen einen Gegenpol zu den etablierten Strömungen des Informell und der kühlen Abstraktion und läuteten eine neue Generation der figürlichen Malerei ein, die spontan, emotional und authentisch war. In dieser zwar extrem erfolgreichen, doch kurzlebigen Künstlergruppe nahm Zimmer eine Sonderstellung ein. Als einziger suchte er seine Motive nicht in den Ausschweifungen des Berliner Großstadtlebens, sondern in der Natur. Dieser wichtigsten Inspirationsquelle seiner Gemälde und Holzschnitte ist Bernd Zimmer bis heute treu geblieben.

Das Künstlerhaus Marktoberdorf zeigt einen beeindruckenden Querschnitt seiner aktuellen Arbeiten.
Auf 600 m² Ausstellungsfläche werden im Neubau die großformatige Malerei und im Altbau ausgewählte Holzschnitte ausgestellt.


Bilder

14.08.2020 KÜNSTLERFÜHRUNG MARTIN PAULUS
Der Künstler Martin Paulus führt durch die Ausstellung im Künstlerhaus Marktoberdorf. Beginn ist um 18 Uhr. Die Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Nur mit vorheriger Kartenreservierung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! mehr...

16.08.2020 Führung mit Wolfgang Thiel um 11/14 Uhr
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29.08.2020 KONZERT AM 29.08.20 IM GARTEN DES KÜNSTLERHAUSES IM RAHMEN DER AUSSTELLUNG WERK RAUM THIEL
Nach dem schönen Erfolg im Garten des Künstlerhauses mit Lieder und Texten von W. A. Mozart bittet der Kunstverein Marktoberdorf am 29.08.20 um 19 Uhr nun zur Fortsetzung. Der Eintritt ist frei. mehr...

30.08.2020 Sonntagsführung mir der Kunsthistorikerin Urte Ehlers
Führung durch die Ausstellung Beginn um 15 Uhr. Die Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Nur mit vorheriger Kartenreservierung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! mehr...

06.09.2020 Architekturführung
Ralf Baur führt durch die Architektur des Künstlerhaus Marktoberdorf. Beginn um 15 Uhr | Die Führung ist im Eintrittspreis enthalten.Nur mit vorheriger Kartenreservierung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! mehr...

06.09.2020 KÜNSTLERGESPRÄCH Herbert Nauderer, Annika Tepelmann und Sibylle Canonica
Sprechen über den Film „Parasite Island“. Beginn um 11 Uhr. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! mehr...

Die Ausstellung "DER DÜSTERE TAG – NAUDERER. PAULUS. SWANN." wird bis 6. September verlängert
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Werkraum Thiel im Vorhof und Garten des Künstlerhauses ab 09.07.2020
In Zeiten wie diesen haben sich der Künstler und der Kunstverein Marktoberdorf ein ganz besonderes Konzept ausgedacht: eine Kunstausstellung im öffentlichen Raum. So kommt der Betrachter nicht ins Museum, sondern die Kunst kommt zu ihm, ohne Maske und Mindestabstand. In der ganzen Innenstadt von Marktoberdorf, in Schaufenstern ausgewählter Geschäfte sowie im Vorhof und im Garten des Künstlerhauses werden Installationen, Bilder, Skizzen, Entwürfe und Skulpturen von Wolfgang Thiel zu sehen und zu erleben sein. mehr...

AUSSCHREIBUNG FÜR DEN FÖRDERPREIS DER ANTONIA UND HERMANN GÖTZ-STIFTUNG 2021
Die Antonia und Hermann Götz-Stiftung schreibt zum Gedenken an den Kunstmaler Hermann Götz einen Kunstpreis für Objekte der Malerei, Grafik und Plastik aus. Der 1. Preis beträgt 5.000 Euro der 2. Preis beträgt 2.000 Euro Ziel des Preises ist es, ausgewählte junge Künstler*innen zu fördern und die Öffentlichkeit so über das aktuelle Kunstschaffen zu informieren. Einreichung der Kunstwerke: Mi, 9. Juni. und Do, 10. Juni 2021 Ausstellung: 3. Juli – 12. September 2021 mehr...