Save the Date! Nur noch bis 11. September 2011

Benjamin Bergmann. Post Scriptum

 
   
Die zumeist raumgreifenden Werke des 1968 geborenen Bildhauers Benjamin Bergmann stehen in der Tradition gebauter Traumwelten. Dabei strahlen Bergmanns Objekte oft einen unfertigen Charakter aus, teilweise erscheinen seine Arbeiten, als müssten sie jeden Augenblick auseinander fallen. Das entspricht der Intention des Künstlers, dem Begriffe wie Ewigkeit und Perfektion suspekt sind. Vielmehr sind es die Gegensätze, die Benjamin Bergmann anziehen und Teil seines bildnerischen Kosmos’ sind: Helligkeit und Dunkelheit, Schönes wie Grobes, Perfektes wie Unfertiges, Erwartung und Enttäuschung. Bergmanns radikaler Umgang mit den Materialien und eine ins Absurde gesteigerte Funktionalität lassen seine Skulpturen als Werkzeuge einer subversiven Welterkundung verstehen, in der das Prinzip des Scheiterns zu einer Kategorie des Schönen erhoben wird. Die für den Betrachter oftmals physisch erfahrbaren „Bilder“ spiegeln das Leben als ein energetisch aufgeladenes und geheimnisvolles „Theatrum Sacrum“ wider, in dem Wissen und Nicht-Wissen, Geheimnis und Erkenntnis gleichberechtigt gültig sind.
Das Künstlerhaus Marktoberdorf zeigt in der Ausstellung „Benjamin Bergmann. Post Scriptum“ eine Werkauswahl aus den letzten zehn Schaffensjahren des Künstlers. Neben einigen seiner frühen Performances wie „Fast-Food-Restaurant“ (2000) und „Heaven“ (2001), sind auch skulpturale Arbeiten zu sehen, die eigens für den Ort konzipiert wurden („Himmelstürmer I“, 2010). Benjamin Bergmann widmet die Ausstellung Post Scriptum seinem 1993 verstorbenen Freund, dem Schriftsteller und Filmemacher Philipp Schmid.
Benjamin Bergmann (geb. 1968 in Würzburg) schloss nach einer klassischen Ausbildung zum Bildhauer erfolgreich ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München ab. Zahlreiche Preise und Stipendien, eine beachtliche Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, permanente Installationen in München, Berlin und London zeichnen ihn als einen der aktivsten Künstler der deutschen Kunstszene aus.

Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Franz Schmid Stiftung ermöglicht.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bilder

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Am Mittwoch, den 28. Oktober 2020 öffnen wir unsere Pforten wieder mit der 42. Ostallgäuer Kunstausstellung mehr...

AUSSCHREIBUNG FÜR DEN FÖRDERPREIS DER ANTONIA UND HERMANN GÖTZ-STIFTUNG 2021
Die Antonia und Hermann Götz-Stiftung schreibt zum Gedenken an den Kunstmaler Hermann Götz einen Kunstpreis für Objekte der Malerei, Grafik und Plastik aus. Der 1. Preis beträgt 5.000 Euro der 2. Preis beträgt 2.000 Euro Ziel des Preises ist es, ausgewählte junge Künstler*innen zu fördern und die Öffentlichkeit so über das aktuelle Kunstschaffen zu informieren. Einreichung der Kunstwerke: Mi, 9. Juni. und Do, 10. Juni 2021 Ausstellung: 3. Juli – 12. September 2021 mehr...