„Aus der Glut“: Die frühen, schwarzen Gemälde Franz Hitzlers erzählen von Bedrohung, Gewalt und Dunkelheit. Angstverzerrte Fratzen schauen dem Betrachter entgegen, kürzelhafte Figuren strecken ihre Hände nach oben, finden jedoch keinen Halt.
Nur einen Raum weiter findet der Betrachter sich in einer ganz anderen Bildwelt wieder, einer in allen Farben erstrahlenden, lichtdurchfluteten und von den Albträumen und schwarzen Schreckgespenstern befreiten Welt.
„Aus der Glut“ kommen auch die Tonskulpturen, die Franz Hitzler seit einigen Jahren in der bedeutenden Keramikwerkstatt San Giorgio in Albisola/Italien herstellt. Dort hat sich auf dem Boden der jahrhundertelangen Töpfertradition die künstlerische Keramik im 20. Jahrhundert durch namhafte Künstler wie Asger Jorn und Lucio Fontana einen Platz in der Kunstgeschichte gesichert. Im unmittelbaren plastischen Gestalten mit Ton hat sich Franz Hitzler noch einmal mehr selbst gefunden. Wie besessen arbeitet er hier und wird zum Schöpfer seiner Keramikfiguren: tierische und menschliche Wesen, die er ähnlich der Legende des Pygmalion zum Leben erweckt…
(Maya Heckelmann)
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